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Ferienbetreuung mal anders

Straubing, 16.08.2017: Zu Ferienbeginn haben Kinder der Bildungsstätte Sankt Wolfgang, der Papst-Benedikt Schule und des Freiwilligenzentrum e.V. in Straubing eine Woche Betreuung im Schaufenster NAWAREUM in der Fraunhoferstraße 8 bekommen. Dabei stand das Thema „Museum" im Mittelpunkt. Betreut wurden die Kinder von den beiden TFZ-Wissenschaftlerinnen Annette Plank und Annette Hartmann sowie von Christian Schröter von C.A.R.M.E.N. e.V.

16 Kinder im Alter zwischen acht und 17 Jahren saßen erwartungsvoll im Stuhlkreis im Schaufenster NAWAREUM. Fast alle hatten einen ganz persönlichen „Schatz" mitgebracht: einen Gegenstand, der ihnen besonders wichtig ist. Da kam ein funkelnder Amethyst zum Vorschein, ein quietschgrüner Plüsch-Dino oder eine selbst gehäkelte Fledermaus. Jeder Gegenstand verriet etwas über seinen Besitzer. Und alle diese Dinge könnten der Beginn eines Museums sein, denn dort bewahrt man sehr kostbare, seltene oder alte Dinge auf, die andere Menschen dort anschauen können.

Genau das ist die Idee des Projekts des Deutschen Verbands für Museumspädagogik e.V., das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Titel „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung" gefördert wird. Am Ende der Woche sollten alle Teilnehmer ihre eigene Museums-BOX mit nach Hause nehmen.

Die Kinder besuchten in dieser Woche das Mitmach-Museum Bayerwald Xperium in St. Englmar und das Gäubodenmuseum in Straubing. Im Schaufenster NAWAREUM schauten sie sich mit kritischen Augen die kleine Dauerausstellung und das Modell zum zukünftigen NAWAREUM in der Schulgasse an. Dass es dort eine Rutsche geben wird, sei das Allerbeste, darin waren sich die Kinder einig. Aber sie bekamen auch viele Informationen darüber, was ein Museum eigentlich ist.

Voller Eindrücke machten sich die Kinder am dritten Tag daran, ihr eigenes Museum, die MuseobilBOX, zu planen. Erst ging es los mit einer Planung auf dem Papier. Als sie dann die Materialien sahen, die zur Verfügung standen, war der Tatendrang nahezu ungebremst. Der fußballbegeisterte Manuel plante ein Allianzarena-Museum. Bernafsha wusste sofort, dass sie ein Museum zu ihrem Heimatland Afghanistan machen wollte: mit traditioneller Kleidung, typischen Rezepten und farbenfroher Raumgestaltung. Das Fledermaus-Museum von Simon wurde sofort umgesetzt und Patrick, der Harry-Potter-Fan, setzte den siebten Band der Fantasie-Story in Szene.

So entstanden 16 kleine Museen, die am Abschlusstag vor den 30 Eltern, Betreuern und Gästen präsentiert wurden. 16 junge Museumskuratoren haben eine abwechslungsreiche Ferienwoche im Schaufenster NAWAREUM verbracht und wissen jetzt, was ein Museum ist; sie haben sogar ein eigenes.