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Schulstart in Corona-Zeiten

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

nach neuesten Informationen des Kultusministeriums vom 31.08.2020 beginnen wir am Dienstag, den 08.09.2020 „normal" im Präsenzunterricht, allerdings unter besonderer Beachtung von „Hygiene-Abstand-Maske" (analog "A-H-A"). Wir werden alles tun, um Ihre Tochter/Ihren Sohn bestmöglich zu schützen.

Wie bereits in meiner letzten Elterninfo angekündigt, möchte ich Ihnen mit diesem Brief weitere Informationen zum „Unterrichtsbeginn im Schuljahr 2020/2021" mitteilen. Ich habe Ihnen daher die wichtigsten Themen zusammengestellt.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unterwww.km.bayern.dewww.stmgp.bayern.dewww.rki.dewww.bzga.de):

Liebe Eltern, für den großen Umfang meines Informationsschreibens möchte ich mich entschuldigen. Es sind wirklich nur die wichtigsten Punkte (zum Teil gekürzt) aufgeführt…!

Uns ist jedoch eine hohe Transparenz wichtig.

Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich zu Verfügung, fragen Sie gerne nach.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern alles Gute und einen –trotz Corona- gelungenen Schul- und SVE-Start.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Thomas Herbst, SR Schul- und Einrichtungsleiter

Hier Infos in Auszügen

Quelle: Rahmenhygieneplan des Kultusministeriums

Was besagt der Drei-Stufen-Plan (bisher 4 Stufen)?

Der Unterrichtsbetrieb im Schuljahr 2020/21 wird in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen organisiert. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler bei bestmöglichem Infektionsschutz für alle Beteiligten möglichst viel Präsenzunterricht erhalten.

Stufe 1: Sieben-Tage-Inzidenz < 35 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis):

  • Hier findet Regelbetrieb unter Beachtung des Rahmen-Hygieneplans statt.

  • Eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt auf dem gesamten Schulgelände. Im Klassenzimmer können Schülerinnen und Schüler die Maske am Sitzplatz abnehmen.

Stufe 2: Sieben-Tage-Inzidenz 35 - < 50 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis):

  • Die Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 werden zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.

  • An den Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren – hierauf weisen die Fachleute ausdrücklich hin – muss in dieser Stufe im Unterricht keine Maske getragen werden.

Stufe 3: Sieben-Tage-Inzidenz ab 50 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis):

  • Ab Stufe 3 wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer wieder eingeführt. Dies bedeutet, dass die Klassen in aller Regel geteilt und die beiden Gruppen zeitlich befristet im wöchentlichen oder täglichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht unterrichtet werden – es sei denn, die baulichen Gegebenheiten vor Ort lassen die Einhaltung des Mindestabstands auch bei voller Klassenstärke zu.

  • Darüber hinaus ist das Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen (einschl. der Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren) verpflichtend.

Besteht eine Maskenpflicht an Schulen?

Grundsätzlich gilt für alle Personen auf dem Schulgelände (Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal, Schülerinnen und Schüler, Externe) eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) oder einer anderen geeigneten textilen Barriere im Sinne einer MNB (sogenannte community masks oder Behelfsmasken, z. B. Textilmasken aus Baumwolle).

Diese Pflicht umfasst alle Räume und Begegnungsflächen im Schulgebäude (wie z. B. Unterrichtsräume, Fachräume, Turnhallen, Flure, Gänge, Treppenhäuser, im Sanitärbereich, beim Pausenverkauf, in der Mensa, während der Pausen und im Verwaltungsbereich) und auch im freien Schulgelände (wie z. B. Pausenhof, Sportstätten).

Schülerinnen und Schüler können ihre MNB abnehmen, sobald sie ihren Sitzplatz im jeweiligen Unterrichtsraum erreicht haben sowie in bestimmten Unterrichtssituationen (bspw. bei der Ausübung von Musik oder Sport); Lehrkräfte und weiteres Personal, wenn der jeweilige Arbeitsplatz erreicht ist. Zur Nahrungsaufnahme, insbesondere in den Pausenzeiten, können alle Personen ihre MNB abnehmen.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Personen, für welche aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer MNB nicht möglich oder unzumutbar ist oder für welche das Abnehmen der MNB zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung oder aus sonstigen zwingenden Gründen erforderlich ist. Weiterhin besteht auf Grundlage der aktuell gültigen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die Verpflichtung eine MNB zu tragen nicht für Kinder bis zu deren sechsten Geburtstag.

Eine generelle Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler auch am Sitzplatz im Unterricht soll

  • ab Stufe 3 des Drei-Stufen-Plans (d. h. Sieben-Tage-Inzidenz ab 50 pro 100.000 Einwohner) an allen Schularten

gelten.

Maskenpflicht ab Klasse 5 für die ersten zwei Wochen

Beim „Schulgipfel" am 31. August in der Staatskanzlei mit Vertreterinnen und Vertretern der bayerischen Schulfamilie wurde zudem vereinbart, dass in den ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres (d. h. bis einschließlich 18. September 2020) eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte auf dem Schulgelände und auch im Unterricht gelten soll. Ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte der Jahrgangsstufen 1 bis 4 (einschl. der Schulvorbereitenden Einrichtungen). Dadurch soll das Infektionsrisiko durch Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer in den ersten Schultagen so weit wie möglich minimiert werden.

Was ist beim Auftreten von Krankheitssymptomen zu beachten?

An Grundschulen, den Grundschulstufen der Förderzentren sowie den Schulvorbereitenden Einrichtungen ist in Stufe 1 und 2 ein Schulbesuch bei leichten Erkältungssymptomen ohne Fieber vertretbar, da Kinder im Grundschulalter wissenschaftlichen Studien zufolge eine geringe Rolle im Infektionsgeschehen spielen.

An weiterführenden Schulen [bei uns die Klassen 5-9] ist ein Schulbesuch möglich, wenn sich die Symptome 24 Stunden nach ihrem Auftreten nicht verschlimmert haben und insbesondere kein Fieber hinzugekommen ist.

Mit unklaren Krankheitssymptomen soll Ihre Tochter/Ihr Sohn in jedem Fall zunächst zuhause bleiben und Sie sollten gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen.

Kranke Schüler in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen nicht in die Schule kommen.

Die Wiederzulassung zum Schulbesuch nach einer Erkrankung ist in

  • Stufe 1 und 2 erst wieder möglich, sofern die Schüler mindestens 24 Stunden symptomfrei (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) sind. In der Regel ist in Stufe 1 und 2 keine Testung auf Sars-CoV-2 erforderlich. Im Zweifelsfall entscheidet der Hausarzt bzw. Kinderarzt über eine Testung. Der fieberfreie Zeitraum soll 36 Stunden betragen.

  • Bei Stufe 3 ist ein Zugang zur Schule bzw. eine Wiederzulassung erst nach Vorlage eines negativen Tests auf Sars-CoV-2 oder eines ärztlichen Attests möglich.

Für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung oder spezifischem sonderpädagogischem Förderbedarf gelten ggf. besondere Regelungen.

Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind zu beachten (in Auswahl)?

Persönliche Hygiene:

  • regelmäßiges Händewaschen (Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden)

  • möglichst Abstandhalten (mindestens 1,5 m)

  • Einhaltung der Husten- und Niesetikette (Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch)

  • Verzicht auf Körperkontakt (z. B. persönliche Berührungen, Umarmungen, Händeschütteln), sofern sich der Körperkontakt nicht zwingend aus unterrichtlichen oder pädagogischen Notwendigkeiten ergibt.

  • Vermeidung des Berührens von Augen, Nase und Mund

Lüften:

Es ist auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Mindestens alle 45 min ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten (mindestens 5 Minuten) vorzunehmen, wenn möglich auch öfters während des Unterrichts.

Reinigen

regelmäßige Oberflächenreinigung beispielsweise (Desinfektion ist nicht generell notwendig)

Was ist bei der Schülerbeförderung zu beachten?

In den Beförderungsmitteln ist wie in geschlossenen Räumen auf ausreichende Belüftung zu achten. Zusätzlich hierzu besteht im gesamten ÖPNV und im freigestellten Schülerverkehr (Schulbusse) eine Maskenpflicht. Nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 6. BayIfSMV sind Personen, die z. B. durch ein ärztliches Attest glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, von der Trageverpflichtung befreit.

Ist eine Befreiung vom Präsenzunterricht möglich?

Wird von Erziehungsberechtigten oder volljährigen Schülerinnen und Schülern die Befreiung vom Präsenzunterricht verlangt, ist dies nur dann zu genehmigen, wenn ein entsprechendes ärztliches Attest vorgelegt wird.